
mit Alina Arold
Ausrüstungskontrolle
Ausrüstung kann ein Training unterstützen oder ihm entgegenwirken. Gerade ein unpassender Sattel kann dazu führen, dass das Pferd den Rücken nicht frei nutzen, nicht reell anheben und dadurch auch keine gesunde Tragfähigkeit entwickeln kann. In deinen Ausbildungsunterlagen ist die Sattelkontrolle deshalb klar als Teil der Beurteilung verankert, unter anderem mit Blick auf Schulterfreiheit, Widerristfreiheit, Wirbelkanal, Länge, Schwerpunkt, Polsterung und Gurtung.
Mein Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf der Sattelkontrolle im Zusammenhang mit Bewegung, Rückenfunktion und Trainingsziel. Ergänzend schaue ich auch auf weitere Ausrüstung, die das Pferd im Training beeinflusst.

Warum die Ausrüstung so wichtig ist
Viele Probleme wirken auf den ersten Blick wie Trainingsprobleme, haben aber zumindest teilweise mit der Ausrüstung zu tun. Ein unpassender Sattel kann Druck erzeugen, Bewegungen einschränken und dazu beitragen, dass das Pferd den Rücken festhält, nicht ausreichend untertritt und keine echte Losgelassenheit entwickeln kann. Auch aktuelle Fachliteratur nennt einen schlecht passenden Sattel und einen unausbalancierten Reiter als wichtige Faktoren bei Rückenproblemen des Pferdes.
Deshalb schaue ich nicht nur auf die Ausrüstung selbst, sondern darauf, wie sie sich auf Bewegung, Rückenaktivität und Trainingsqualität auswirkt.
Woran du merken kannst, dass die Ausrüstung nicht passt
Mögliche Warnzeichen können sein:
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Unbehagen beim Satteln
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Empfindlichkeit im Rücken, zum Beispiel Wegdrücken beim Putzen
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fehlendes Untertreten
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Probleme beim Biegen
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Schweifschlagen
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„Löcher“ hinter der Schulter
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Probleme in der Anlehnung
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Schwierigkeiten, den Rücken anzuheben
Diese Anzeichen bedeuten nicht automatisch nur „Ungehorsam“ oder „schlechtes Training“. In deinen Unterlagen werden ähnliche Warnzeichen ausdrücklich als mögliche Hinweise auf unpassende Ausrüstung beschrieben.
Was ich kontrolliere
Mein Fokus liegt auf dem Sattel und seinem Einfluss auf das Pferd. Je nach Situation kontrolliere ich außerdem:
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Sattelunterlage
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Gurt
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Trense und Gebiss
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Kappzaum
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Longiergurt
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Sidepull oder andere gebisslose Optionen
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Boots oder Gamaschen
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Hilfszügel / Ausbinder
Wichtig: Hilfszügel und Ausbinder unterstütze ich nicht. Wenn sie vorhanden sind, werden sie von mir zwar im Gesamtbild berücksichtigt, sie gehören aber nicht zu meinem Trainingsansatz.
So prüfe ich den Sattel
Ich schaue mir den Sattel im Stand und in der Bewegung an. Im Stand achte ich unter anderem auf Auflage, Druckverteilung, Schulterfreiheit, Wirbelkanal, Schwerpunkt und mögliche Auffälligkeiten. In der Bewegung beobachte ich zusätzlich die Eigenbewegung des Sattels und gebe Hinweise darauf, was bei einem Sattlertermin genauer geprüft werden sollte. Genau diese Verbindung aus Aufbaukontrolle und Bewegungsbeobachtung passt auch zu deinen Ausbildungsunterlagen.
Der Reiter spielt ebenfalls eine Rolle
Ein Sattel muss nicht nur zum Pferd, sondern auch zum Reiter passen, damit er korrekt einwirken und sitzen kann. Auch das wird in deinen Unterlagen ausdrücklich mitgedacht. Pferd, Reiter und Sattel bilden funktionell eine Einheit - passt ein Teil davon nicht, wirkt sich das oft auf die Bewegung des Pferdes aus.
Warum mit einem unpassenden Sattel nicht weitergeritten werden sollte
Mit einem unpassenden Sattel sollte nicht weitergeritten werden, weil das dem Trainingsziel entgegenwirken kann. Wenn der Sattel Druck erzeugt oder die Bewegung behindert, wird das Pferd den Rücken unter dem Reiter nicht reell anheben können. Genau deshalb ist die Sattelkontrolle für mich kein Nebenthema, sondern ein wichtiger Teil des Gesamtbilds.
Was die Ausrüstungskontrolle NICHT ersetzt
Die Ausrüstungskontrolle ersetzt:
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keinen Sattler
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keine tierärztliche Diagnostik
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keine spezialisierte Gebissberatung
Ich gebe Hinweise auf mögliche Auffälligkeiten und darauf, was bei einem Sattler oder Tierarzt genauer angeschaut werden sollte. Bei unklaren Schmerzen, Lahmheiten oder starken Abwehrreaktionen sollte immer zuerst tierärztlich abgeklärt werden. Auch in deinen Unterlagen wird bei deutlichen Auffälligkeiten und Schmerzen zur weiteren Abklärung geraten.
So ist die Ausrüstungskontrolle bei mir eingebunden
Die Ausrüstungskontrolle ist bei mir in der Regel ein ergänzender Baustein im Physio-Pferdetraining und im Preis der Einheit enthalten. Auf besondere Nachfrage komme ich aber auch ausschließlich für eine Ausrüstungskontrolle zu dir in den Stall. Zusätzlich ist es möglich, dass ich dich bei einem Termin mit dem Sattler begleite und meine Beobachtungen zum Pferd und zur Bewegung mit einbringe.
Preise
Ausrüstungskontrolle als Einzeltermin
39 € für 30 Minuten
20 € je angefangene 15 Minuten zusätzlich
zzgl. Anfahrt ab 20 km: 0,50€ je km
Begleitung beim Sattlertermin
39 € für 30 Minuten
20 € je angefangene 15 Minuten zusätzlich
zzgl. Anfahrt ab 20 km: 0,50€ je km
Du möchtest wissen, ob die Ausrüstung dein Pferd unterstützt oder eher ausbremst?
Dann lass uns gemeinsam anschauen, ob Sattel und Co. wirklich zu deinem Pferd und eurem Trainingsziel passen.